InterviewMänner

Es ist geschafft: 30 Tage. 100 Liegestütze. 100 Sit-ups. Das war ein Selbstversuch.

Meinem Aufruf zu dieser besonderen Challenge sind viele gefolgt. Aus den Bewerbern hatte ich 10 Teilnehmer ausgewählt. Hier findest du Infos dazu:

Kurz vor dem Start der Challenge gab es tatsächlich noch einige Interessenten. Gemeinsam haben wir entschieden, zwei weitere Teilnehmer inoffiziell aufzunehmen: Louis und Jens P. waren damit ebenfalls dabei.
Und ja – ich auch. Aber dazu gleich mehr.

Die Regeln waren einfach: 30 Tage lang täglich 100 Liegestütze und 100 Sit-ups. Jeder dokumentierte seine Sätze in einer gemeinsamen Online-Tabelle. Transparent, nachvollziehbar, ehrlich. Jeder konnte sehen, wer durchzieht – und wer kämpft.

Tag 1:
Wir sind motiviert gestartet. Und tatsächlich haben alle ihre 100 Liegestütze und Sit-ups geschafft – aufgeteilt in mehrere Sätze. Die Euphorie war spürbar. Der Anfang fühlte sich machbar an, allerdings spürte man schon, dass es nicht immer einfach sein wird, täglich 100 Liegestütze und 100 Sit-ups durchzuziehen.

Tag 2:
Wie schon angedeutet: Ich habe mich entschieden, selbst an der Challenge teilzunehmen. Obwohl ich grundsätzlich sportlich bin, hatte ich in den letzten Monaten kaum trainiert – und das habe ich sofort gespürt.
Schultern, Brust, Arme – alles tat weh. Muskelkater in einer Intensität, die jede Bewegung zur Erinnerung machte.

Während Jakob und Helmut laut Tabelle schon mittags fertig waren, kämpfte ich mich Satz für Satz durch den Tag. 20 Liegestütze fühlten sich an wie ein Maximum. Danach war ich komplett erschöpft. Sit-ups gingen leichter – aber die Frage blieb: Wie soll ich auf 100 kommen?

Was half, war die Gruppe. In unserem Chat wurde schnell klar: Ich war nicht allein. Viele kämpften mit ähnlichen Schmerzen.
Am Ende des Tages stand trotzdem die 100. Nicht elegant, nicht leicht – aber geschafft.

Tag 3:
Der Muskelkater wurde nicht besser. Aber ich wusste jetzt, was mich erwartet.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – ein Satz, den ich schon als Kind gehört habe. Selten hat er sich so passend angefühlt.
Und wieder: überwinden, durchziehen, abhaken. Fast alle blieben dran.

Alvaro hat sich an diesem Tag entschieden auszusteigen. Schade – aber auch das gehört dazu.

Tag 4:
Langsam stellte sich so etwas wie Routine ein – zumindest im Ablauf. Der Körper war noch weit davon entfernt, sich „gut“ anzufühlen. Interessant wurde der Umgang mit der Aufgabe: Einige blieben bei großen Sätzen, andere – mich eingeschlossen – verteilten die Wiederholungen über den Tag. 15 hier, 20 da, manchmal nur 10.
Die Tabelle wurde zu einem festen Bestandteil des Tages.

Tag 5–7:
Die erste Woche war ein Wechselbad. Körperlich zwischen Anpassung und Dauerbelastung, mental zwischen Zweifel und Disziplin.
Die anfängliche Motivation war verschwunden – ersetzt durch Gewohnheit.
Viele berichteten, dass Sit-ups leichter wurden. Liegestütze blieben die eigentliche Herausforderung.

Tag 8:
Ein kleiner Einbruch. Weniger Energie, weniger Enthusiasmus.
Die Nachrichten in der Gruppe wurden ruhiger, ehrlicher.
Warum mache ich das eigentlich?
Und genau hier wurde die Gruppe wichtig: ein kurzer Kommentar, ein kleines Update – manchmal reicht das, um weiterzumachen.

Tag 10:
Ein Drittel geschafft.
Und tatsächlich: Es wurde besser. Bewegungen fühlten sich kontrollierter an, Pausen kürzer.
25 oder 30 Liegestütze am Stück waren plötzlich machbar – ein Gedanke, der an Tag 2 noch absurd gewesen wäre.

Chris vor dem Start der Challenge

Jakob, 28 Jahre

Michael, 32 Jahre

Helmut, 41 Jahre

Basti, 29 Jahre

Manuel, 33 Jahre

Sebastian, 34 Jahre

Clemens, 31 Jahre

Pepe, 36 Jahre

Chris, 37 Jahre

Tag 12–15:
Die Challenge wurde Alltag. Fast unspektakulär.
Und genau das war die eigentliche Herausforderung: jeden Tag das Gleiche, ohne große Emotion.
Einige wurden kreativer, andere blieben konsequent bei ihrem Rhythmus. Jeder fand seinen eigenen Weg.

Tag 16:
Halbzeit.
Ein Moment zum Reflektieren. Nicht mehr alle waren lückenlos dabei. Hier und da fehlten Einträge, einzelne Tage wurden ausgelassen oder verschoben.
Aber der Kern der Gruppe hielt durch. Ich auch.

Tag 18–21:
Es gab gute Tage – und sehr zähe.
Der Unterschied zu Beginn: Ich habe nicht mehr darüber nachgedacht, ob ich es mache. Es war einfach Teil meines Tages geworden. Besonders am Abend wurde es zur Qual, wenn die Übungen noch nicht für den Tage beendet waren. Wie schon erwähnt: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!”

Tag 22:
Ein persönlicher Tiefpunkt. Wenig Schlaf, viel Arbeit, null Motivation.
Ich habe es bis spät abends vor mir hergeschoben.
Und dann trotzdem gemacht. Nicht schön, nicht schnell – aber erledigt.
Genau diese Momente zählen.

Tag 25:
Das Ende wurde greifbar.
Plötzlich wurde heruntergezählt. Noch fünf Tage. Noch vier.
Und gleichzeitig kam eine neue Frage auf: Was kommt danach?

Tag 28–30:
Die letzten Tage hatten etwas Besonderes.
Jeder wusste, was er geleistet hatte – unabhängig davon, ob alles perfekt war.
Am letzten Tag: noch einmal 100 Liegestütze, 100 Sit-ups. Ein letzter Eintrag in der Tabelle.

Ein Haken hinter 30 Tage.

Fitness-Challenge- Aktshooting-Gruppe, Selbstversuch

Fazit:
30 Tage. 6.000 Liegestütze. 6.000 Sit-ups.
Auf dem Papier eine simple Aufgabe – in der Realität ein ehrlicher Test.

Diese Challenge hat gezeigt, wie schnell Motivation verschwindet – und wie wichtig das ist, was danach kommt: Disziplin, Routine und der Wille, trotzdem weiterzumachen.

Wir haben uns gemeinsam nach der Challenge getroffen und haben diese ausgewertet. Und ja, es sind auch – gemeinsame – Fotos entstanden. Körperlich waren Veränderungen bei fast jedem Teilnehmer spürbar. Keine radikale Transformation, aber mehr Stabilität, mehr Kontrolle, ein besseres Körpergefühl. Der Muskelkater wurde weniger, die Ausführung sauberer. Die größte Veränderung fand jedoch im Kopf statt.

Konstanz schlägt Motivation. Kleine Schritte zählen. Und: Gemeinsam ist man stärker – selbst dann, wenn jeder für sich trainiert.

Nicht jeder Tag war perfekt. Nicht jeder Satz sauber. Es gab Zweifel, Pausen, schwache Momente. Aber genau das macht es echt. Denn am Ende ging es nie darum, perfekt zu sein. Es geht darum, dranzubleiben.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt:
Diese 30 Tage sind kein Abschluss – sondern ein Anfang. Ich danke euch, dass ihr diese Challenge mitgemacht habt!

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung!

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